Fotografischer Vintage-Spaziergang durch Unkel

Frau mit Seemannskäppchen spielt Akkordeon

Mit Gretel Rosengard habe ich an einem sonnigen Herbsttag im Oktober einen fotografischen Vintage-Spaziergang durch Unkel unternommen. Das ist ein kleiner, malerischer Ort südlich von Bonn, direkt am Rhein gelegen. Schön, dass Gretel mehrere verschiedene Outfits dabei hatte. So konnten wir sehr abwechslungsreiche Fotos machen.

Fotografischer Vintage-Spaziergang

Egal ob bei freien Projekten wie diesem oder bei Kundenaufträgen, auf meinen fotografischen Vintage-Spaziergängen unternehme ich mit meinen Kundinnen/Models im wahrsten Sinne des Worts einen Spaziergang. Wir schlendern durch den betreffenden Ort und machen dort Bilder, wo es uns schön erscheint und das Licht mitspielt. Das mag wie Versuch und Irrtum klingen.

Hinter meiner Vorgehensweise steckt aber eine konkrete Strategie: Ich möchte nicht wie in einem Fotostudio immer wieder dieselben Fotos produzieren, sondern immer wieder neue mit anderer Anmutung. Und da spielen die Jahreszeit, das Wetter und die Uhrzeit eine entscheidende Rolle.

Ein Beispiel ist die Margaretenhöhe in Essen (Siehe den Artikel Margaretenhöhe – Erinnerungen an alte Zeiten). Ich bin immer wieder mal dort, um Vintage-Portraits zu machen. Und jedes Mal entdecke ich dort andere Stellen, an denen ich Bilder machen kann. Selbst ein und dieselbe Stelle, an der ich schon öfter fotografiert habe, sieht jedes Mal anders aus. Denn die Jahrszeiten und und die verschiedenen Tageszeiten tauchen die Szenerien in ganz unterschiedliches Licht.

Individuelle Fotos trotz häufig besuchter Location

Hinzu kommt, dass Pflanzen mal in voller Blühte stehen, mal herbstlich bunt verfärbt sind oder sich in der winterlichen Ruhephase befinden. So gleicht kein Fotoshooting dem anderen. Und jedes Mal entstehen bei mir noch nicht gesehene Bilder. Mal liegt ein Hauseingang im Licht, weil die abendliche Sonne nur im Sommer darauf scheint. Mal steht der Kirschbaum in voller Blühte. Oder an einer Hauswand buhlen die Blätter des Weins um die Aufmerksamkeit der Passanten, weil die Pflanze sich im weit fortgeschrittenen Oktober auf den Winter vorbereitet.

Mal abgesehen vom Ort, ich finde, dass man Shootings in Dörfern und Städten nicht zu 100 % planen kann. Entweder muss man die Location in und auswendig kennen oder mehrmals im Jahr zu allen möglichen Tageszeiten dorthin fahren, um zu sehen wie die örtlichen Verhältnisse sind. Letzteres ist sehr aufwändig.
Daher lasse ich die Location gern einfach auf mich wirken und fange die gerade herrschende Stimmung ein. Das mögen auch meine Kundinnen/Models.

Nur kleine Ausrüstung dabei

Um nicht zu viel Ausrüstung dabei zu haben, verzichte ich in der Regel auf den Einsatz eines Blitzes und fotografiere hauptsächlich mit available light. Am liebsten fotografiere ich outdoor mit meinem 70-200 mm-Objektiv bei kleiner Blendenzahl. So lege ich den Fokus auf die Kundin/das Model. Alles andere verschwindet in der Unschärfe und wird zu einem attraktiven Beiwerk.

Als ich mit Gretel durch Unkel schlenderte habe ich neben dem 70-200 mm-Objektiv auch ein 85- und 50-mm Objektiv eingesetzt, um Abwechslung in die Perspektive zu bringen.

 

Junge Frau mit Koffer in der Hand auf der Straße

Eine junge Frau begibt sich mit dem Koffer in der Hand auf eine Reise
Frau bei einem Spaziergang in Unkel an einer Häuserwand
Frau sitzt auf einer Parkbank mit einem Buch in der Hand

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