Mit Photoshop Strukturen und Muster entwerfen

Hast Du schon mal versucht wiederkehrende Strukturen oder Muster mit Photoshop zu erstellen? Hast Du schon mal versucht eine Uhr zu zeichnen, deren Striche in denselben Abständen und Winkeln von einander liegen? Oder Bahnschwellen und Bretterzäune, deren Balken sich im exakt gleichen Abstand von einander befinden? – Dann wirst Du bestimmt mehr als einmal geflucht haben, weil es einfach nicht richtig funktionierte oder richtig lange dauerte.

Dabei ist es ganz einfach wiederkehrende Strukturen oder Muster mit Photoshop zu zeichnen.

Beispiel Zifferblatt – So funktioniert es

Zunächst legst du ein neues Dokument an.

Auf einer neuen, leeren Ebene zeichnest du mit dem Auswahlrechteck-Werkzeug einen senkrechten, schmalen Kasten. Diesen füllst du mit schwarz oder einer anderen Farbe, die die zu deinem Projekt passt.

Nun kommen wir zu den beiden “magischen” Tastenkombinationen.
Drücke gleichzeitig ALT+CMD+T (Mac) bzw. ALT+Strg+T (Windows). Das versetzt Photoshop in eine Art Aufzeichnungsmodus. Wie beim Befehl “Transformieren” erscheint nun ein Kasten um dem Balken und du hast die Möglichkeit, mit den kleinen Quadraten die Größe zu ändern.

Du änderst in diesem Fall aber nicht die Größe, sondern gibst oberhalb des Bildes im fünften Feld von links “30 Grad” ein und bestätigst mit “Enter” oder “Return”.
Photoshop kopiert die Ebene und dreht den Balken um 30 Grad.

Jetzt drückste eine weitere, recht unbekannte Tastenkombination.
Und zwar Shift+ALT+CMD+T (Mac) bzw. Shift+ALT+Strg+T (Windows)
Daraufhin kopiert Photoshop diese Ebene und dreht die neue um weitere 30 Grad. Dadurch erhälst du einen dritten Balken, der exakt um diesen Betrag weiter gedreht wurde.

Du drückst schließlich solange Shift+ALT+CMD+T (Mac) bzw. Shift+ALT+Strg+T (Windows) bis deine Balken einen Kreis beschrieben haben und du bei “12 Uhr” angelangt bist.

Hat es nicht geklappt?

Sollte es nicht klappen, kann es diese beiden Gründe haben, auf die ich auch immer wieder mal reinfalle:
1. Du hast vergessen eine neue Ebene anzulegen.
2. Die neue Ebene ist nicht transparent, sondern mit der Farbe Weiß gefüllt.
Achte also darauf oberhalb der Hintergrundebene eine neue anzulegen und den Balken – oder was auch immer du verändern möchtest – auf einer transparenten zu zeichnen.

Feinschliff für die Uhr beziehungsweise für das Muster

Jetzt legst du eine neue Ebene an.
Mit dem Auswahlelipsen-Werkzeug zeichnest du vom Zentrum aus einen Kreis und füllst ihn mit weiß.
Fertig ist die Uhr.

Lattenzaun in Nullkommanichts

Beim Zaun gehst du wie oben beschrieben vor. Nur gibst du keine Grad-Zahl ein.

Drücke ALT+CMD+T (Mac) bzw. ALT+Strg+T (Windows) und schiebe die Kopie des Balkens soweit nach rechts, dass eine Zaunlücke entsteht. Bestätige mit “Return” oder “Enter”.

Mit Shift+ALT+CMD+T (Mac) bzw. Shift+ALT+Strg+T (Windows) fügst du in exakt dem gleichen Abstand weitere Latten hinzu.

Herz in Herz oder weitere Muster und Strukturen

Mehrere kleiner werdende Herzen in einem großen sind mit der Hilfe von Photoshop ebenfalls schnell gezeichnet.

Auf einer neuen, transparenten Ebene malst Du ein rotes Herz.
Du drückst wieder die Tastenkombination ALT+CMD+T (Mac) bzw. ALT+Strg+T (Windows). Dieses Mal vekleinerst du die Kopie. Damit das neue Herz exakt im Zentrum liegt, hälst du beim Befehl “Transformieren” die ALT-Taste gedrückt.

Jetzt folgt nur noch mehrmals die Tastenkombination Shift+ALT+CMD+T (Mac) bzw. Shift+ALT+Strg+T (Windows).

Du siehst, es gibt viele Anwendungsmöglichkeiten für diese beiden recht unbekannten Photoshop-Befehle.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Portrait des Fotografen und Blog-Betreibers Heiko Kalweit

Glück auf, ich bin Heiko Kalweit aus Dortmund

in diesem Blog gebe ich Einblicke in meine Arbeit, zeige Euch Fotos von Shootings und gebe Tipps zu den Themen Fotografie und Photoshop.

Ich blicke aber auch über den Tellerrand hinaus und schreibe über Dinge, auf die ich bei meiner fotografischen Tätigkeit stoße und interessant finde.

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